Die Welt von gestern

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WIENER ORGELMUSIK DES FIN DE SIÈCLE

Eine besonders eindrückliche Begegnung mit der „Welt von gestern“ liefert Stefan Zweigs gleichnamiges Buch (Stockholm 1943). Zweig erinnert sich darin an die Zeit vor den Kriegen in Wien.

Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts ist geprägt von einerseits konservativem Klassizismus und gleichzeitig der Einflussnahme eines allgemeinen Wiener Innovationsgeists sowie dem Selbstbewusstsein Wiens, der kulturelle Nabel der Welt zu sein. In der Orgelwelt springt man erst gegen 1850 auf den Zug der Erneuerung in Richtung symphonisches Instrument auf. Konzerthausorgeln werden gebaut. Die berühmten Konzerthäuser Wiens, die in dieser Zeit ihre Wurzeln haben, beheimaten nun große Instrumente. Man orientiert sich international (also nach Deutschland): Der Musikverein erhält 1872 eine Orgel von Ladegast, 1878 wird die große Walcker-Orgel in der Wiener Votivkirche gebaut.

Das musikalische Repertoire dieses Abends erstreckt sich von den großen Vorbildern der Musikschaffenden des Fin de Siècle Bruckner und Brahms bis hin zu Komponisten, die bis in die zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts dem romantischen Stil verhaftet blieben. Die Musik hat Magdalena Hasibeder an der Walcker-Orgel (1778) der Wiener Votivkirche unter dem Titel „Wiener Orgelmusik zwischen Gründerzeit und Fin de Siècle“ eingespielt (ClassicRecords 2015).

18. August | Stiftskirche St. Florian | Brucknertage
11. September | Franziskanerkirche Bozen | Dieter Scoz (Sprecher)
18. Oktober | Pfarrkirche Maishofen | Alexander Tschernek (Sprecher)
16. Mai 2021 | Brucknerhaus Linz | Klaus Maria Brandauer (Sprecher)

Magdalena Hasibeder | Orgel & Konzept